Gesundheitsminister Clemens Hoch: Land stärkt Schutz von Kindern – Reformierte Psychotherapeutenausbildung wird umgesetzt

Der rheinland-pfälzische Landtag hat mit großer Mehrheit die Novellierung des Heilberufsgesetzes beschlossen. „Ich freue mich über dieses starke Signal der Geschlossenheit über Parteigrenzen hinweg. Das Land stärkt den Schutz von Kindern, in dem es die Verschleierung von Misshandlung und Missbrauch weiter erschwert“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch im Anschluss an die Plenardebatte

Das Parlament habe klargestellt, dass es Aufgabe aller sei, die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und ihr Schutz vor seelischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt zu bewahren. Mit einem fraktionsübergreifenden Änderungsantrag hat der Landtag jetzt unter anderem eine rechtssichere Möglichkeit für Ärztinnen und Ärzte geschaffen, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, die einen Verdacht auf eine Misshandlung, einen Missbrauch oder eine Vernachlässig hegen, um so eine zuverlässigere Gefährdungseinschätzung vorzunehmen zu können.

Darüber hinaus wird auch die reformierte Psychotherapeutenausbildung in einer neuen Weiterbildungsstruktur umgesetzt. „Wir wollen eine modernere psychotherapeutische Versorgung auch auf dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse sicherstellen. Die Umsetzung einer neuen Weiterbildungsstruktur durch die Landespsychotherapeutenkammer ist ein weiterer Baustein, die Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aufzuwerten und attraktiver zu gestalten. Dies ist wichtig um eine qualifizierte, patientenorientierte, bedarfsgerechte und möglichst flächendeckende Versorgung möglich zu machen - gerade in Zeiten, in denen die Auswirkungen der Corona-Krise, die Unmittelbarkeit des Krieges in der Ukraine, finanzielle Sorgen in vielen Haushalten und die Diskussion über die Klimakatastrophe und die Zukunft für eine Kumulation von Bedarfen führen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ausreichendem Maße gedeckt werden können“, so der Minister. Zudem werde durch diese Umsetzung der Reform der bereits angesprochene Schutz von Kindern und Jugendlichen verstärkt, da neben dem interkollegialen Ärzteaustausch auch zähle, dass Kinder und Jugendliche, die misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt wurden, qualifizierte und bedarfsgerechte und zeitnahe Betreuung und Begleitung erfahren.