Impfung von Kindern und Jugendlichen - Landesimpfkoordinator Stich: „Empfehlung der STIKO schafft Klarheit“

Aktuell führt die Ständige Impfkommission (STIKO) auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Studien ein Stellungnahmeverfahren über Impfungen von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durch. So sieht der Entscheidungsentwurf der Kommission eine Empfehlung vor, Kinder und Jugendliche unabhängig von Vorerkrankungen zu impfen. Die Veröffentlichung der abgestimmten Empfehlung ist für diese Woche angekündigt worden. In Rheinland-Pfalz werden die Impfungen über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die Impfzentren und die Impfbusse weiterhin möglich sein.

„Die sich angekündigte Empfehlung der STIKO schafft für Kinder und Jugendliche und deren Eltern Klarheit. Die aktuellen Studien aus den USA zeigen, dass eine gute Verträglichkeit der Impfung auch bei 12- bis 17jährigen besteht, so dass eine Impfempfehlung ausgesprochen werden kann“, berichtet Landesimpfkoordinator Daniel Stich. „Wir werden in Rheinland-Pfalz die Impfungen in Impfzentren und Impfbussen sowie bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten weiterhin ermöglichen.“

Zur Impfung ist bis zur endgültig abgestimmten Empfehlung der STIKO ein ausführliches Beratungsgespräch mit individueller Risikoabschätzung sowie die Einwilligung einer sorgeberechtigten Person nötig. Mit Vorlage einer generellen Impfempfehlung kann zukünftig die Impfung vereinfacht werden. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren wird jedoch weiterhin die Anwesenheit und Einwilligung eines Elternteils bei einer Impfung notwendig sein.

„Das Impfen von Kindern und Jugendlichen dient in erster Linie dem individuellen Schutz. Es darf kein Ersatz für eine zu niedrige Impfquote unter den Erwachsenen sein“, ermahnt Stich. „Daher mein klarer Appell: Der beste Schutz für unsere Gesellschaft und auch unsere Kinder und Jugendlichen ist eine hohe Impfquote aller. Daher nutzen Sie die bestehenden Möglichkeiten, sich einfach und unkompliziert impfen zu lassen, ganz gleich ob dies beim der Hausärztin oder dem Hausarzt, im Impfzentrum oder an einem unserer Impfbusse vor Ort ist.“