Impfzentren schließen: Gesundheitsminister Clemens Hoch und Landesimpfkoordinator Daniel Stich ziehen positive Bilanz

Rheinland-Pfalz steht vor einem neuen Abschnitt der Impfkampagne. Heute haben alle Impfzentren im Land ein letztes Mal ihre Türen für Impfwillige geöffnet. „Wir stehen in Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Impfquote gut da. Insgesamt wurden rund 5,3 Mio. Coronaschutzimpfungen seit Pandemiebeginn durchgeführt. Die Impfzentren haben mit rund 2,6 Mio. Impfungen einen großen Anteil an der erfolgreichen Immunisierung der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer geleistet. Sie waren lange Zeit eine wichtige Säule der Impfkampagne und haben so zum Schutz der Bevölkerung aktiv beigetragen“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch. Das Ende der nationalen Impfkampagne in Form der Impfzentren ist nun nach rund neun Monaten eingetroffen. Die Schließung der Impfzentren findet auf Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 28. Juni 2021 statt.

Für Rheinland-Pfalz bedeutet es die Schließung der ehemals 32 Impfzentren, davon werden neun Impfzentren zunächst in den Standby-Betrieb versetzt, um im Bedarfsfall innerhalb weniger Tage wieder einsatzbereit zu sein. Es handelt sich um die Impfzentren Mainz-Bingen, Koblenz, Neustadt und Trier, diese werden voraussichtlich bis zum 30. April 2022, die Impfzentren Germersheim, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mainz und Rhein-Lahn-Kreis bis zum 31. Dezember 2021 im Standby-Betrieb gehalten.

Die Quote für die Erstimpfungen der über 18-Jährigen liegt in Rheinland-Pfalz bei 80 Prozent. Über den vollständigen Impfschutz verfügen bereits über 75 Prozent. Bei den 12-17-Jährigen schreiten die Impfungen ebenfalls erfolgreich voran, so haben derzeit 43,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen ihre Erst- und 33,7 Prozent bereits ihre Zweitimpfung erhalten. Die Zukunft des Impfens stellen die Impfbusse und das Regelsystem der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Land sicher. „Das Infektionsgeschehen hat sich nach einem kurzen Anstieg nach den Sommerferien vorerst beruhigt. Die Lage in den Krankenhäusern ist zurzeit stabil. Besonders im Hinblick auf die nahenden Herbstferien und den Fakt, dass vorwiegend Ungeimpfte auf den Intensivstationen aufgenommen werden, gilt: Die bestehenden Impfangebote sollten zum Schutz aller genutzt werden“, so der Gesundheitsminister.

Das gesetzte Ziel der Landesregierung ist es, die Impfquote weiter zu steigern, um sowohl einen bestmöglichen Schutz als auch vermehrt Freiheiten für die Menschen zu ermöglichen. „Die 26. Corona-Bekämpfungsverordnung bietet durch das 2G+-System die Möglichkeit, viele Menschen in einem geschützten Rahmen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Wir machen jeder Rheinland-Pfälzerin und jedem Rheinland-Pfälzer ein niedrigschwelliges und wohnortnahes Angebot für die Coronaschutzimpfung“, so Landesimpfkoordinator Daniel Stich. Bei Kindern und Jugendlichen stehe dabei besonders ein umfassendes Beratungsgespräch und die Auseinandersetzung mit der Impfung im Vordergrund.

„Wir haben in Zusammenarbeit mit dem DRK bereits mehr als 46.000 Coronaschutzimpfungen in zwei Monaten Impfbuskampagne im ganzen Land vorgenommen. Das verzeichnen wir als großen Erfolg und führen deshalb die aufsuchende Impfkampagne fort: Die Impfbusse werden noch bis Jahresende im Einsatz bleiben und die Impfung weiter zu den Menschen bringen“, betonte der Landesimpfkoordinator. Im Oktober steuern die sechs Busse nahezu alle berufsbildenden Schulen im Land sowie alle staatlichen Hochschulen an. Auch läuft aktuell die Planung mit dem Landessportbund über gemeinsame Standorte der Impfbusse z. B. direkt am Spielfeldrand. Darüber hinaus werden weiter von den Kommunen gemeldete Standorte angefahren, darunter u.a. zentrale Plätze, Freizeiteinrichtungen und Volksfeste.

„Unser besonderer Dank gilt dem Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren, die in den vergangenen Monaten immer wieder vor Herausforderungen gestellt wurden. Ihrem außerordentlichen Engagement ist es zu verdanken, dass wir heute bei über fünf Millionen Impfungen in Rheinland-Pfalz angelangt sind. Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die mit den Impfbussen quer durchs Land fahren, um möglichst alle Menschen dort zu erreichen, wo sie leben oder arbeiten“, stellen der Gesundheitsminister und der Landesimpfkoordinator heraus. Nicht zuletzt danke die Landesregierung den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die von Beginn an einen unverzichtbar großen Anteil an der Bekämpfung der Pandemie haben und jetzt auch den Hauptteil des weiteren Impfens übernehmen werden.

Darüber hinaus hat die Ständige Impfkommission ihre Empfehlung bezüglich der Grippeschutzimpfung angepasst. Ab sofort entfällt der Abstand zwischen einer COVID-19-Impfung und anderen Totimpfungen, dafür war bisher ein Abstand von 14 Tagen zwischen den Impfungen vorgesehen.

Alle Informationen zum Einsatzplan der Impfbusse finden sich unter: www.corona.rlp.de/impfbus