Landesregierung startet Impf-Kampagne für junge Erwachsene und Studierende – 30.000 Impfdosen stehen zur Verfügung

Die Landesregierung plant zusammen mit den rheinland-pfälzischen Hochschulen eine Impf-Kampagne für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren. Die Sonder-Impfaktionen finden an den Hochschulstandorten in Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Mainz und Trier statt. Hierzu stellt das Land insgesamt 30.000 Impfdosen zur Verfügung. Jeder der sechs Standorte erhält 5.000 Dosen des Impfstoffs des Mainzer Biotechnologie-Unternehmens BioNTech.

„Nach drei digitalen Semestern haben wir gute Aussichten für das Wintersemester, das wieder mit Präsenzveranstaltungen starten kann. Die steigende Impfquote und die sinkende Inzidenz machen dies möglich. Wir als Landesregierung wollen einen sicheren Semesterbeginn. Daher starten wir eine Impf-Kampagne für Studierende, die aber auch allen jungen Menschen in der Ausbildung offensteht“, erläutert Clemens Hoch, Wissenschafts- und Gesundheitsminister des Landes. „Wer sich jetzt im Juli impfen lässt, kann gut geschützt ins Wintersemester starten. Eine hohe Impfquote unter den Studierenden macht es dann möglich, dass wir dann im kommenden Semester wieder mehr Normalität an den Hochschulen erleben werden.“

Die Impfangebote an den Hochschulen stehen allen 18- bis 27jährigen aus Rheinland-Pfalz zur Verfügung. So können sich Studierende, die aus Rheinland-Pfalz stammen oder an einer rheinland-pfälzischen Hochschule eingeschrieben sind, sowie alle jungen Erwachsenen von 18 bis 27 Jahren mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz eine Impfung erhalten. „Das Angebot gilt allen jungen Erwachsenen, egal ob man für einen Master oder Meister lernt. Ich würde mich freuen, wenn möglich viele dieses Angebot annehmen würden. Denn Impfen schützt jeden einzelnen und unsere Gesellschaft“, ergänzt Hoch. Die Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern des Landes signalisierten ihre Unterstützung.

Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz und Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz, betonte: „Die rheinland-pfälzischen Hochschulen begrüßen die Initiative der Landesregierung für die Impfung der 18- bis 27jährigen sehr. Damit wird auch für die Studierenden im Land ein Zeichen gesetzt: Sie haben sich in den langen Phasen der Pandemiebekämpfung außerordentlich solidarisch verhalten und erhebliche Einschränkungen in ihrem Studienverlauf hingenommen. Es wird Zeit, dass diejenigen, die teilweise seit dem Sommersemester 2020 noch keinen einzigen Besuch auf ihrem Campus unternehmen durften, jetzt einen Schritt in die Normalität gehen können. Gerade jetzt – angesichts der zahlreichen Fragezeichen um den Verlauf der Delta-Variante – brauchen die Hochschulen ein Signal, dass ein akademisches Studium in Präsenz und ohne Gefährdung möglich wird. Wir hoffen alle, dass die Impfung den erhofften Erfolg haben wird.“

„Als Landesstudierendenvertretung heißen wir die groß angelegte Impfkampagne der Landesregierung für Studierende durch ein unbürokratisches Angebot vor Ort sehr willkommen. Wir freuen uns über die Perspektive einer geöffneten Hochschule, die wieder als Lernort und sozialer Raum genutzt werden kann. Um nächstes Semester diesem universitären Leben wieder ein Stück näher zu kommen, ist dieser Vorstoß unerlässlich. Wir freuen uns, dass studentische Anliegen Gehör fanden und appellieren an die Studierenden, wenn möglich, das Angebot einer Impfung wahrzunehmen“, ergänzt Raffael Plum, Sprecher der LandesAStenKonferenz Rheinland-Pfalz.

Die Impf-Kampagne für Studierende erfolgt vom 7. bis 14. Juli mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes an den sechs Hochschulstandorten. Informationen zum Ablauf erfolgen vor Ort durch die Hochschulen.

Neben den Sonder-Impfaktionen an den Hochschulen stehen allen Erwachsenen ab 18 Jahren weiterhin die Möglichkeit zur Verfügung, sich über das Impfportal des Landes für eine Impfung im Impfzentrum zu registrieren. Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Erwachsenen ab 18 Jahren eine Corona-Schutzimpfung. Aufgrund der zügigen Abarbeitung der bisherigen Warteliste wird über den Sommer hier eine schnelle Terminvergabe möglich werden.