Wissenschaftsminister Hoch: Digitalisierung ermöglicht jederzeit ungehinderten Zugang zu wissenschaftlichen Bibliotheksbeständen

Wissenschaftsminister Clemens Hoch besuchte die Hochschule Kaiserslautern und informierte sich über das im Rahmen des Corona-Sondervermögens vom Land finanzierte Projekt „Digitalisierung der Kund*innen-Services durch Ablösung veralteter Bibliotheks-Managementsysteme“. Er überreichte die Landesbewilligung in Höhe von 555.625 Euro an den Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt. Das Projekt aus dem „Programm zur Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen“ beruht auf einem gemeinsamen Antrag der Hochschule Kaiserslautern, der Hochschule Koblenz, der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, der Hochschule Trier und der Hochschule Worms. Federführend ist die Hochschule Kaiserslautern.

„Die wissenschaftlichen Bibliotheken der Hochschulen waren in besonderem Maße durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie betroffen. Studierende, Lehrende und Forschende hatten nur eingeschränkt die Möglichkeit, Literatur zu recherchieren. Ein dezentraler Zugriff auf digitale Literaturbestände – von zu Hause oder unterwegs – verbessert ganz erheblich die Recherchemöglichkeiten unserer Studierenden. Angesichts einer zunehmenden Digitalisierung trägt das Vorhaben entscheidend zu einer Modernisierung unserer wissenschaftlichen Bibliotheken im Land bei. Dies stärkt Rheinland-Pfalz weiter als attraktiven und modernen Forschungs- und Wissenschaftsstandort“, betonte Hoch und ergänzte: „Darüber hinaus erleichtern verbesserte Online-Recherchemöglichkeiten auch die Vereinbarkeit mit besonderen Lebenssituationen.“

Für Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt und Prof. Klaus Knopper, Präsident und Vizepräsident für Digitalisierung der Hochschule Kaiserslautern, ist die bewilligte Landesförderung natürlich ein entscheidender Meilenstein, um die digitale Transformation im Bereich der wissenschaftlichen Bibliotheken zügig und effektiv voranzutreiben. "Wir sind überzeugt, dass von den innovativen digitalen Angeboten in den Bibliotheken insbesondere die Lehrenden und Studierenden aller beteiligten Hochschulen profitieren werden, mit zusätzlich positiven Effekten für Studium, Lehre und Forschung", so Schmidt und Knopper unisono.

Um die digitalen Recherchemöglichkeiten weiter zu verbessern, haben die Hochschule Kaiserslautern, die Hochschule Koblenz, die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, die Hochschule Trier und die Hochschule Worms gemeinsam Mittel aus dem Programm zur Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen im Corona-Sondervermögen der Landesregierung beantragt, um die Digitalisierung ihrer Bibliotheken weiter voranzutreiben. In zwei Teilprojekten wollen die Hochschulen für angewandte Wissenschaften die digitalen Recherchemöglichkeiten ihrer Bibliotheken verbessern und elektronische Ressourcen sichtbarer und zugänglicher machen. Hierzu soll in einem ersten Teilprojekt ein sogenanntes „Research and Discovery-System“ (RDS) eingeführt werden, das eine medienübergreifende Suche in den Bibliotheksbeständen ermöglicht. Bislang müssen Nutzerinnen und Nutzer wissenschaftliche Literatur vor allem über die Online-Kataloge der Bibliotheken suchen. Dabei kann jedoch nur ein Teil der digitalen Ressourcen aufgefunden werden. Mit einem RDS kann der lokale Online-Katalog ebenso durchsucht werden wie E-Books und wissenschaftliche Datenbanken, die E-Journals mit aktueller Forschung bereithalten. In einem zweiten Teilprojekt soll außerdem ein sogenanntes „Next Generation Library System“ (NGS) eingeführt werden, das den Bibliothekssystemen erlaubt, die wachsende Zahl von elektronischen und digitalen Inhalten besser und effizienter zu verwalten.