Wissenschaftsminister Hoch gratuliert zu neuem EXIST-Ausgründungsvorhaben zum Transport von Wasserstoff am IVW in Kaiserslautern

In dieser Woche hat das neue EXIST-Ausgründungsvorhaben „isitec composites“ des Leibniz-Instituts für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) in Kaiserslautern die Expertenjury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) überzeugt und somit den Weg für eine Förderung von rund 900.000 € über eine Laufzeit von 2 Jahren freigemacht. Damit kann das Ausgründungsvorhaben „isitec composites“ bereits im Frühjahr 2023 mit seiner Arbeit zum Transport von Wasserstoff in dafür spezialisierten Rohrleitungssystem starten.

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, freut sich über die erfolgreiche Initiative des IVW: „Der Wasserstofftechnologie gehört die Zukunft. Daher wollen wir als Landesregierung das Land Rheinland-Pfalz zu einer Wasserstoff-Modellregion machen. Als Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit leisten wir dazu gemeinsam mit dem Bund einen grundlegenden Beitrag, indem wir das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe in Kaiserslautern bei der Erforschung neuer Technologien zum Transport von Wasserstoff unterstützen. Die nun durch das IVW eingeworbene EXIST-Förderung wird es ermöglichen, die bahnbrechende Technik in die Anwendung zu bringen. Ich beglückwünsche das IVW zu seinem Erfolg und wünsche der neuen Ausgründung „isitec GmbH“ eine erfolgreiche Arbeit!“

„Gemeinsam mit dem Gründungsbüro und unseren Partnern des Technologiestandortes Kaiserslautern waren wir erneut erfolgreich. In Zukunft wird gasförmiger Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen, um klimaneutral wirtschaften zu können. Um den Wasserstoff dorthin zu bringen, wo er benötigt wird, können wir mit Faserverbundwerkstoffen zu besonders nachhaltigen, langlebigen und kosteneffizienten Rohrleitungssystemen beitragen. Das Projekt wird unserem Ausgründerteam die Möglichkeit geben, die Technologie umzusetzen und erfolgreich zu vermarkten“, führte Professor Breuer, Wissenschaftlicher Direktor des IVW, aus.

Die zu gründende „isitec GmbH“ will Rohrleitungen zum Transport von Wasserstoff auslegen, herstellen und vertreiben. Die neuartigen Rohrleitungen werden den bisher verwendeten Stahlrohrleitungen hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Kosten durch den Einsatz von thermoplastischen Faserkunststoffverbunden (FKV) und der Verwendung eines neuen Fertigungsverfahrens überlegen sein. Eine Patentanmeldung ist erfolgt. Das große Industrieinteresse wurde durch Absichtserklärungen dokumentiert, darunter z.B. BASF SE, Reinhausen Power Composites GmbH und MeFex GmbH. Die Unternehmen BASF SE und Mainzer Stadtwerke sind als Pilotkunden geplant.