„Landesausstellungen sind ein wichtiges Instrument, um die Vielfalt und Bedeutung unseres kulturellen Erbes zu präsentieren“, betonte Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf. Mit ihrer Strahlkraft trügen sie dazu bei, den Kulturstandort Rheinland-Pfalz weiter zu stärken und für Besucherinnen und Besucher attraktiv zu machen. Dies sei in Trier mit dem Zentrum der Antike und den Sonderausstellungen im Rheinischen Landesmuseum bereits ebenso überzeugend gelungen wie im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.
Die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“ wird vom 9. September 2020 bis zum 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz zu sehen sein. Sie ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Geschichte und kulturelles Erbe an der Universität Heidelberg und der Bassermann- Stiftung an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim.
Die Landesausstellung zeigt auf einer Ausstellungsfläche von etwa 1.500 Quadratmetern rund 300 zum Teil herausragende Exponate international renommierter Museen. Unter anderem die berühmte und nur selten ausgestellte Heidelberger Liederhandschrift Codex Manesse, das Armreliquiar Karls des Großen aus dem Pariser Louvre und die Mainzer Goldene Bulle (aus Wien), die nach über zwei Jahrhunderten an ihren Ursprungsort zurückkehrt. 28 Ausstellungen und Präsentationen greifen an 15 Korrespondenzorten ausgewählte Aspekte der Landesausstellung auf und vertiefen sie. So wird beispielsweise in Ingelheim das Thema „Reisekönigtum und Pfalzen“ vorgestellt, in Bingen wird die Ausstellung „Die Kaiserflüsterin - Hildegard von Bingen trifft Friedrich Barbarossa. Fakten und Fiktionen“ einer einflussreichen Frau des Mittelalters gewidmet sein. In Speyer, Worms und Mainz werden sowohl das Aufblühen und der Einfluss der mittelalterlichen Städte gezeigt wie auch die Bedeutung der jüdischen SchUM-Gemeinden und ihr Beitrag zur Urbanisierung der Städte.