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Wasserstofftechnologien: 723.000 Euro Förderung für Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern

Das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) in Kaiserslautern erhält für die Durchführung des Projektes „Ganzheitliche Konzeptentwicklung flacher Leichtbau-Tanks zur Flüssigwasserstoffspeicherung“ eine Förderung in Höhe von 723.000 Euro. Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte den Förderbescheid in Kaiserslautern an Prof. Dr. Ulf Breuer, den wissenschaftlichen Geschäftsführer des IVW. Im Rahmen des Projekts widmet sich das IVW den Möglichkeiten, die Leichtbau mit Verbundwerkstoffen im Bereich der Lagerung und des Transports durch Kälte verflüssigten Wasserstoffs bietet. Die Werkstoffe müssen auf extreme Kältefestigkeit, gute Formbeständigkeit, ausreichende Druckbeständigkeit, geringe Permeabilität und gute Wiederverwertbarkeit getestet werden. Flache und leichte Tanks mit variabler Geometrie können in Fahrzeuge aller Art leichter eingebaut werden als schwere zylinderförmige Tanks aus Metall.

„Die Landesregierung fördert die Wasserstofftechnologien mit Nachdruck. Sie nehmen für den langfristigen Erfolg der Energiewende und für den Klimaschutz eine Schlüsselrolle ein. Dass das IVW hier hochrelevante Beiträge leistet, zeigt auch der Leibniz-Gründungspreis 2023, der an das EXIST-Ausgründungsvorhaben „isitec composites“ des Leibniz-Institutes für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) in Kaiserslautern ging: Die Geschäftsidee ist ein neuartiges Fertigungsverfahren, mit dem Rohrleitungen zum Transport von Wasserstoff hergestellt werden können. Mit dem neuen Projekt widmet sich das Institut einem weiteren Zukunftsfeld. Im Bereich der Verbundwerkstoffe trägt das IVW mit seinem Know-How maßgeblich dazu bei, Tanks, aber auch Rohrleitungen mit einer höheren Nutzungsdauer herzustellen und diese leichter zu machen, als dies in metallgestützten Technologien der Fall ist“, sagte Denis Alt. Dabei zeige sich ein weiteres Mal wie wichtig die Arbeit des IVW für die Wissenschaft und die Industrie in der Region und ganz Rheinland-Pfalz sei.

Professor Breuer sagte: “Die Förderung des Landes ermöglicht es uns, den komplexen Zusammenhang aus wechselnden Drucklasten, möglicher Mikrorissbildung, Dichtigkeit und Festigkeit von Faserverbundbehältern auch bei sehr tiefen Temperaturen zu erforschen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden wir nutzen können, um zukünftig kryogene Tanks für unterschiedliche Einsätze optimal auslegen zu können.“     

Im IVW werden Grundlagen für zukünftige Anwendungen von Verbundwerkstoffen, die insbesondere für die Mobilität der Zukunft, die Bereiche Energie, Klima und Umwelt, die Produktionstechnologie sowie für das Gesundheitswesen von großer Bedeutung sind, erforscht. Neue Werkstoffe, Bauweisen und Fertigungsprozesse werden untersucht und nach der Erarbeitung des Grundlagenverständnisses für die jeweiligen Anforderungen maßgeschneidert. Dabei steht die gesamte Prozesskette von den werkstofflichen Grundlagen über die Charakterisierung und Simulation, die Bauweisen und die Fertigungstechnik bis zum Bauteilversuch und Recycling im Fokus. Verbundwerkstoffe leisten als besonders leichte und energiesparende Materialien wichtige Beiträge zur Senkung von Emissionen, zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Sicherheit. Das IVW wurde 1990 gegründet und 2021 in die gemeinsame Förderung der Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. 

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