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Wissenschaftsminister Clemens Hoch: Stellungnahme des Wissenschaftsrates stärkt Transferleistung der Bundesanstalt für Gewässerkunde

In Berlin hat der Wissenschaftsrat getagt. Unter anderem hat das Gremium zur Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz Stellung genommen – mit sehr guten Ergebnissen. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats wurden nun veröffentlicht (https://www.wissenschaftsrat.de).

„Ich freue mich, dass der Wissenschaftsrat die Forschungs- und Transferleistungen der in Koblenz ansässigen Bundesanstalt für Gewässerkunde so positiv bewertet. Die BfG spielt eine wichtige Rolle nicht nur für die gewässerkundlichen Belange in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, sondern ist auch ein zentraler Partner im Bereich Gewässerkunde und Wasserwirtschaft am Hochschulstandort Koblenz“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Der Minister begrüße die gemeinsamen Aktivitäten am Standort Koblenz ausdrücklich und freue sich, dass Universität und Hochschule für die hochschulseitigen Kapazitäten gesorgt hätten. So würden zwei neue gemeinsame Studiengänge seit diesem Wintersemester angeboten. „Das Angebot kann weiter an Fahrt aufnehmen, wenn zusätzliche Bundesmittel zur Verfügung stehen. Das wird die Attraktivität und Sichtbarkeit des Studienangebotes in der Region, aber auch in Deutschland insgesamt wesentlich steigern“, so Hoch.

In der Stellungnahme des Wissenschaftsrates werden der Bundesanstalt für Gewässerkunde anwendungsbezogene Forschungs- und Transferleistungen von hoher Qualität und großer Relevanz bescheinigt. Der Wissenschaftsrat bestärkt die Einrichtung darin, ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Dies gilt besonders für die Bereiche Forschung, Einbringung der Fachexpertise und Vernetzung sowie die Kooperation am Hochschulstandort Koblenz. Die neuen gemeinsamen Studiengänge mit der Universität Koblenz und der Hochschule Koblenz begrüßt der Wissenschaftsrat ausdrücklich. Die drei Einrichtungen haben ihre Kooperation in einem Rahmenkooperationsvertrag geregelt. Geplant ist darin auch die Einrichtung von drei Stiftungsprofessuren aus Bundesmitteln für das BfG, um weitere gemeinsame Forschung und Lehre in Koblenz durchzuführen. Hierdurch werde laut Wissenschaftsrat nicht nur ein regional bedeutsamer Studien- und Forschungsschwerpunkt aufgebaut, sondern auch die Ausbildung von Fachkräften im einem Themenfeld vorangetrieben, das national und global immer mehr an Relevanz gewinnt.

Hintergrund:

Der Wissenschaftsrat ist das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Europa und wurde am 5. September 1957 in der Bundesrepublik Deutschland von Bund und Ländern auf der Grundlage eines Verwaltungsabkommens gegründet. Er berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in allen Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs. Kennzeichnend für das Gremium ist seine sektorenübergreifende Betrachtungsweise, die das gesamte deutsche Wissenschaftssystem mit seinen wesentlichen Strukturmerkmalen in den Blick nimmt – seien es (staatlich wie privat finanzierte) Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, universitätsmedizinische Einrichtungen, Forschung durch die Industrie, Forschungsverbünde oder aber ganze Landeshochschulsysteme. In einer Vielzahl seiner Arbeitsbereiche wendet der Wissenschaftsrat evaluative Verfahren an: so im Rahmen der Exzellenzstrategie, bei der Beurteilung von großen Forschungsinfrastrukturen, der Akkreditierung von privaten Hochschulen, der Begutachtung von Forschungsbauten, im Rahmen von länderbezogenen Strukturbegutachtungen von Hochschulsystemen oder bei der Bewertung einzelner Forschungseinrichtungen und universitätsmedizinischer Einrichtungen.

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